Spielberichte - Saison 2026/2027
Vorrunde 2026/2027
Ludwigshafen, 23.08.26
Wieder mal so ein verrücktes Spiel mit Beteiligung des DJK-SV Phönix Schifferstadt. Am Sonntag unterlag man in der Fußball-Bezirksliga mit 3:5 (0:2) beim Ludwigshafener SC. Dabei war die Partie nach dem Pausenrückstand schnell gedreht.Schifferstadt,
„Das waren herausragende 15 Minuten, auch von Matthias Hermann, der da seine Sternstunde hatte“, erklärte Thomas Fetzer, der Schifferstadter Vereinsvorsitzende die Phase nach dem Seitentausch. Phönix-Trainer Rene Schwall hatte umgestellt auf ein 3-5-2-System, zwei Spielerwechsel vollzogen und so für mächtig Betrieb vor dem LSC-Tor gesorgt. Am Ende aber ging die Schwall-Elf als Verlierer vom Platz – „völlig unnötig“, wie Fetzer fand.
Schon beim Anpfiff hatte Phönix den besseren Start erwischt. Aleksander Gajic, Luis Giertzsch und zweimal Cedric Rodach vergaben aber teils gute Möglichkeiten leichtfertig. Das sollte sich rächen, als der LSC einen Ball abgefangen hatte, und Amin Bouagaga nach einem langen Zuspiel aus halb linker Position das 1:0 ins lange Eck erzielte (43.). Noch vor der Pause tanzte der Torschütze zwei Schifferstadter aus, legte zurück auf Mohamed Toure, der links unten zum 2:0 traf (45.). Dann verhinderte Tolga Tanrikut das 3:0 gegen Bouagaga im Eins-gegen-eins.
Nach Schwalls Reaktion dauerte es gerade mal zwei Minuten bis zur ersten Großchance der Gäste in Durchgang zwei: Hermann schoss aber aus acht Metern vorbei. Eine Minute später machte er es besser. Nach einem Schnittstellenball von Gajic traf er aus 16 Metern vor 100 Zuschauern links unten zum Anschluss. Jetzt rollte eine Angriffswelle auf das LSC-Tor zu: Hermann setzte sich rechts durch, passte auf Rodach in der Mitte: 2:2 (50.). Und als Marvin Folz, der nun den rechten Schienenspieler gab, sich auf seiner Seite durchgesetzt und dann auf Rodach in der Mitte abgelegt hatte, traf dieser gar zum 2:3 (55.).
Und weiter war Phönix nun am Drücker: Folz ging zur Grundlinie, legte in den Rücken der Abwehr auf Fabio Krämer ab, der aber aus acht Metern freistehend scheiterte (58.). Kaum einer hatte noch erwartet, dass die Partie abermals kippen würde. Und daran hatten die Gäste die weitaus größere Aktie. Zum einen wegen unnötiger Ballverluste wie vor dem 3:3, als Nico Schrodt dann über die rechte Phönix-Seite freie Bahn hatte (59.). Zum anderen, weil es die Rettichstädter einfach nicht schafften, diese Seite abzudichten und aus einer stabilen Defensive heraus den zunächst erarbeiteten Vorsprung gegen total verunsicherte Gastgeber zu verwalten und gegebenenfalls mit Konter zu erhöhen wussten. Kopflos rannten sie weiter nach vorne, ohne hinten auf Absicherungen zu achten. Und vorne? Da traf Hermann völlig frei nur den Pfosten und ließ so die Riesenchance zum 3:4 aus (65.).
Anders der LSC: Schrodt nutzte den Raum auf der rechten Phönix-Seite, passte in den Strafraum zu Santiago Valente, der es sich nicht nehmen ließ, das 4:3 zu erzielen (75.). Rodach scheiterte auf der Gegenseite nach einem Ballgewinn mit einem schlechten Abschluss wieder mal am Torwart, Schrodt zeigte auf der anderen Seite einmal mehr, wie es besser geht, kam wieder über die offene Flanke in den Strafraum und schloss sauber ins kurze Eck zum 5:3 ab (85.). Das mögliche 6:3 ließ Elias Tahar noch aus fünf Metern liegen, Tanrikut war wachsam (89.). Dann war Schluss.
In Schifferstadt trat man mehr als ernüchtert die Heimreise an, wissend, im Kampf um die Spitzenplätze drei wertvolle Zähler liegengelassen zu haben. Und mit einer Lehrstunde einer jungen Elf, die dem Landesliga-Absteiger zeigte, wie man effizient mit seinen Chancen umgeht und die Schwachstellen des Gegner gezielt bearbeitet.
von N. Meyer
Schifferstadt, 12.08.2026
Der DJK-SV Phönix Schifferstadt hat in der Fußball-Bezirksliga Spitzenreiter SV Geinsheim durch einen 4:1 (0:1)-Erfolg entthront. Die Mannschaft von Coach Rene Schwall hat sich damit vor 130 Zuschauern selbst auf Tabellenplatz drei katapultiert
Dabei fing es alles andere als gut an für die Gastgeber. Erste Chancen verpassten Ayoub Bourzik (3.) und Kingsley Nuro (7.), ehe es wieder einmal ein Torwartfehler war, der zu einem Gegentreffer führte. Einen ohnehin schwachen Rückpass von Felix Kuhn schätzte Tolga Tanrikut völlig falsch ein. Dies nutzte Geinsheims Philipp Hirth, spritze dazwischen und hatte dann keine Mühe, den Ball zum 0:1 ins leere Tor zu schieben (11.).
Schifferstadt ließ sich durch diese kalte Dusche aber nicht aus dem Konzept bringen. Geinsheim, in der Vorsaison erst in der Relegation am Aufstieg zur Landesliga gescheitert, präsentierte sich für ein Spitzenteam erstaunlich bieder, kam in der restlichen Spielzeit nur noch durch gelegentliche Konter vor das Tor der Gastgeber, agierte sehr körperbetont. Dennoch bleib es auf dem Spielfeld fair und Schiedsrichter David Scherer wurde eine solide Leistung attestiert, bei der Diskussionen ausblieben.
Einmal noch hatte Schifferstadt Glück, als Dustin Maier aus zwölf Metern viel zu überhastet abschloss und der Ball zentral auf Tanrikut kam, der so retten konnte (33.). Schifferstadt spielte gefällig nach vorne, wurde aber zunächst nicht zwingend. Eine Hereingabe von Bourzik verpassten zwei Mitspieler (34.), Nuro hatte nach einem Abwehrfehler nicht die Nerven, Gästetorwart Krimmel zu umkurven, schoss aufs kurze Eck, was Krimmel zum Sieger dieses Duells machte (39.). Milos Pitulic verfehlte noch vor der Pause zweimal das Tor. Dazwischen hatte sich Geinsheim noch dreimal in den Strafraum seiner Gastgeber gewagt, allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Die beste Gelegenheit im ersten Durchgang machte Krimmel zunichte, der einen 18-Meter-Schuss von Nuro gerade noch so um den Pfosten drehte. Dann war Pause.
„Nach der Pause steigerte wir uns deutlich, hatten mehr Siegeswille und wurden für den betriebenen Aufaand auch belohnt“, meinte Phönix-Vorsitzender Thomas Fetzer. Zunächst musste Tanrikut nochmals gegen Simon Haasis retten (49.). Auf der anderen Seite schoss Marvin Folz nach einem Steckpass von Luka Stanisic knapp vorbei (51.), Cedric Rodach köpfte eine Ecke übers Tor (52.), Björn Czaja scheiterte freistehend (58.).
Für die Erlösung sorgte ein über rechts eingeleiteter Angriff. Folz spielte auf Rodach, der zur Grundlinie ging und eine Flanke an den langen Pfosten schlug. Dort köpfte Nuro zum Ausgleich ein (61.). Phönix legte direkt nach, als der eingewechselte Gajic seinen Gegner ausspielte, dieser sich nur mit einem Foul im Strafraum zu helfen musste und Stanisic den fälligen Strafstoß rechts unten zum 2:1 verwandelte (66.).
Die nun klar überlegenen Kicker aus der Rettichstadt kamen zu weiteren Gelegenheiten: Rodach verzog mit dem Außenrist (81.), Gajic scheiterte am Pfosten (84.), ehe der ebenfalls eingewechselte Matthias Hermann Rodach einsetzte, der zum 3:1 ins lange Eck traf (89.). Es war die Entscheiduing, aber noch nicht der Schlusspunkt. Der war Gajic vorbehalten, der nach einem langen Ball von Folz den herauseilenden Krimmel überlupfte und im Anschluss das 4:1 bejubelte (90.+3).
von Mathias Meyer
freier Journalist Landau
Schifferstadt, 12.08.2026
Der DJK-SV Phönix Schifferstadt ist in der dritten Verbandspokalrunde am zwei Klassen höher eingruppierten Verbandsligisten SV Viktoria Herxheim gescheitert. Die Bezirksliga-Elf von Trainer Rene Schwall unterlag mit 0:5 (0:2).
Überraschend stand Luka Stanisic direkt nach seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining in der Startelf. Er lief bis zur 59.Minute als zentrale Spitze auf. Murat Mumin (Arbeit), Torwart Kevin Schuster (Urlaub) und Marvin Folz (angeschlagen) fehlten hingegen im Aufgebot, in dem auch Milos Pitulic nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub zu finden war. Dieser gab seiner Mannschaft direkt Stabilität in der Abwehr.
Nach dem Anpfiff starteten beide Mannschaften abwartend. Das beiderseitige Abtasten war aber recht schnell beendet, als Herxheim mit seiner ersten Möglichkeit in Führung ging. Renaldo-Doru Balasa wurde im Mittelfeld nicht angegriffen und nutzte die Freiheit zu einem Schuss aus 20 Metern, der rechts unten zum 0:1 einschlug (8.). Herxheim wurde nun sicherer und kontrollierte das Geschehen, auch wenn sich Phönix noch durchaus gefällig präsentierte. Luis Liebel scheiterte für die Gäste vor 250 Zuschauern an der Latte (19.), ehe Luis Giertzsch die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich verstolperte. Völlig frei vor dem Tor angespielt, traf er den Ball nicht richtig (25.). Nun war Phönix wieder besser im Spiel, doch genau in diese starke Phase des Underdogs hinein traf Raphael Gehrlein zum 0:2. Nachdem Tolga Tanrikut einen Freistoß nur hatte abklatschen können, war der Herxheimer Kapitän per Kopf zur Stelle (42.).
„Das Ergebnis ist zur Halbzeit sicher ein Tor zu deutlich ausgefallen. Aber wir haben uns das Leben mit den zahlreichen Fehlpässen selbst schwergemacht und nach dem frühen 0:1 war die Hoffnung auf eine Überraschung eigentlich schon gebrochen“, merkte Phönix-Funktionär Peter Libowski später an. Das Endergebnis ging aber seiner Meinung nach in Ordnung, da Herxheim in der zweiten Hälfte sehr dominant auftrat und sein Gastgeber vor allem nach der Herausnahme der Routiniers Stanisic und Pitulic nur noch ein Sparringspartner gewesen sei.
Nachdem Bastian Sommer zunächst noch die Schifferstadter Latte aus spitzem Winkel getroffen hatte (56.), gelang Sascha Banspach – über rechts von Sommer am Strafraum angespielt – das 0:3 (61.). Einem weiteren Lattentreffer Liebels (66.) folgte dessen erster Treffer in diesem Spiel. Wie auch beim Tor zum 0:5-Endstand wurde auch sein 0:4 über die rechte Herxheimer Seite eingeleitet, Liebel hatte dann frei stehend wenig Mühe, Tanrikut zu überwinden (72.). Gleiches galt für Sommer beim letzten Treffer der Partie (81.). Im Anschluss ließ Herxheim noch mehrere Chancen aus, um das Ergebnis weiter auszubauen. „Wir waren noch ganz gut bedient, auch weil wir am Ende eine ganz junge Elf auf dm Platz hatten. Da spielte Herxheim einfach seinen Stiefel runter und hatte Chancen am Fließband“, erklärte Libowski.
Am Sonntag geht es in der Liga für die Rettichstädter weiter: Dann gastiert mit dem SV Geinsheim ein Aufstiegsanwärter an der Speyerer Straße (15 Uhr). Verzichten muss Trainer Schwall gegen den aktuellen Tabellenführer und in den fünf folgenden Meisterschaftsspielen auf Routinier Mumin, der geholt wurde, um eine Säule der Mannschaft zu sein. Sein Platzverweis von Seebach zog nun aber die lange Sperre nach sich. Folz hingegen soll wieder auf dem Feld stehen, während SchusteDabei fing es alles andere als gut an für die Gastgeber. Erste Chancen verpassten Ayoub Bourzik (3.) und Kingsley Nuro (7.), ehe es wieder einmal ein Torwartfehler war, der zu einem Gegentreffer führte. Einen ohnehin schwachen Rückpass von Felix Kuhn schätzte Tolga Tanrikut völlig falsch ein. Dies nutzte Geinsheims Philipp Hirth, spritze dazwischen und hatte dann keine Mühe, den Ball zum 0:1 ins leere Tor zu schieben (11.).
Schifferstadt ließ sich durch diese kalte Dusche aber nicht aus dem Konzept bringen. Geinsheim, in der Vorsaison erst in der Relegation am Aufstieg zur Landesliga gescheitert, präsentierte sich für ein Spitzenteam erstaunlich bieder, kam in der restlichen Spielzeit nur noch durch gelegentliche Konter vor das Tor der Gastgeber, agierte sehr körperbetont. Dennoch bleib es auf dem Spielfeld fair und Schiedsrichter David Scherer wurde eine solide Leistung attestiert, bei der Diskussionen ausblieben.
Einmal noch hatte Schifferstadt Glück, als Dustin Maier aus zwölf Metern viel zu überhastet abschloss und der Ball zentral auf Tanrikut kam, der so retten konnte (33.). Schifferstadt spielte gefällig nach vorne, wurde aber zunächst nicht zwingend. Eine Hereingabe von Bourzik verpassten zwei Mitspieler (34.), Nuro hatte nach einem Abwehrfehler nicht die Nerven, Gästetorwart Krimmel zu umkurven, schoss aufs kurze Eck, was Krimmel zum Sieger dieses Duells machte (39.). Milos Pitulic verfehlte noch vor der Pause zweimal das Tor. Dazwischen hatte sich Geinsheim noch dreimal in den Strafraum seiner Gastgeber gewagt, allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Die beste Gelegenheit im ersten Durchgang machte Krimmel zunichte, der einen 18-Meter-Schuss von Nuro gerade noch so um den Pfosten drehte. Dann war Pause.
„Nach der Pause steigerte wir uns deutlich, hatten mehr Siegeswille und wurden für den betriebenen Aufaand auch belohnt“, meinte Phönix-Vorsitzender Thomas Fetzer. Zunächst musste Tanrikut nochmals gegen Simon Haasis retten (49.). Auf der anderen Seite schoss Marvin Folz nach einem Steckpass von Luka Stanisic knapp vorbei (51.), Cedric Rodach köpfte eine Ecke übers Tor (52.), Björn Czaja scheiterte freistehend (58.).
Für die Erlösung sorgte ein über rechts eingeleiteter Angriff. Folz spielte auf Rodach, der zur Grundlinie ging und eine Flanke an den langen Pfosten schlug. Dort köpfte Nuro zum Ausgleich ein (61.). Phönix legte direkt nach, als der eingewechselte Gajic seinen Gegner ausspielte, dieser sich nur mit einem Foul im Strafraum zu helfen musste und Stanisic den fälligen Strafstoß rechts unten zum 2:1 verwandelte (66.).
Die nun klar überlegenen Kicker aus der Rettichstadt kamen zu weiteren Gelegenheiten: Rodach verzog mit dem Außenrist (81.), Gajic scheiterte am Pfosten (84.), ehe der ebenfalls eingewechselte Matthias Hermann Rodach einsetzte, der zum 3:1 ins lange Eck traf (89.). Es war die Entscheiduing, aber noch nicht der Schlusspunkt. Der war Gajic vorbehalten, der nach einem langen Ball von Folz den herauseilenden Krimmel überlupfte und im Anschluss das 4:1 bejubelte (90.+3).r noch für dieses und auch das darauffolgende Meisterschaftsspiel beim Ludwigshafener SC urlaubsbedingt ausfällt.
von Mathias Meyer
freier Journalist Landau
Seebach, 09.08.2026
Einen ersten Dämpfer holte sich der DJK-SV Phönix Schifferstadt bei seinem Gastspiel im Duell Auf- gegen Absteiger beim SV Rot-Weiss Seebach. Mit 1:2 (0:2) ging die Bezirksliga-Partie verloren. Eine Einstellungssache.
Phönix-Vorsitzender Thomas Fetzer sprach Klartext: „Seebach war williger, bissiger, wacher. Genau das braucht es, um so ein Spiel zu gewinnen. Wir konnten das mit unserem spielerischen Ansatz nicht kompensieren.“
So hatten die Gäste durchweg und mit zunehmender Spieldauer immer deutlichere Feldvorteile, doch die Punkte blieben sämtlich in Bad Dürkheim.
Dabei begann Phönix schwungvoll. Giovanni Quagliata scheiterte aber aus spitzem Winkel (1.) ebenso wie kurz darauf Marvin Folz von der anderen Seite nach einer schönen Ballstafette (5.). Dem ersten Seebacher Angriff folgte ein Torjubel, aber nur kurz. Schiedsrichter Joel Braun pfiff den Treffer zurück, weil er zuvor ein Stürmerfoul nach der Freistoß-Flanke Richtung Gästetor gesehen hatte (7.).
Doch kaum saßen die 100 Betrachter wieder, sprangen zumindest die Rot-Weißen wieder auf: Ein Abschlag von RW-Keeper Kevin Rebholz war Ausgangspunkt. Folz und Phönix-Torwart Kevin Schuster waren sich uneins, keiner ging zum Ball, der so bei Fabian Wenz landete. Wenz hatte nun keine Mühe vor dem leeren Tor die Seebacher Führung zu erzielen. (9.).
Die Rettichstädter versuchten zu antworten, doch Luis Giertzsch verpasste eine Hereingabe von Kingsley Nuro haarscharf (14.). Die Gastgeber fanden auf der rechten Schifferstadter Seite immer wieder Lücken für ihre Angriffe. Und genau dort entstand das 2:0. Ein Seebacher wurde bis zur Grundlinie nicht wirklich bedrängt, der legte auf Jan Weisenborn ab. Der Routinier hatte dann aus fünf Metern keine Mühe, Schuster zu überwinden (22.).
Phönix-Trainer Rene Schwall reagierte, brachte für Quagliata Aleksander Gajic. Doch Phönix rannte auch nach der Pause einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher, weil Nuro aus 35 Metern nur den Außenpfosten getroffen hatte (35.).
Aus der Pause kam Phönix wieder mit viel Schwung und weiteren Umstellungen. Folz wechselte aus der Mitte auf außen, um die rechte Seite endlich Seite abzusichern. Auffällig wurde er aber weiter auch offensiv. Der beste Schifferstadter an diesem Tag setzte sich gegen zwei Gegner durch, visierte das kurze Eck an, doch Rebholz parierte das Geschoss zur Ecke (48.). Schuster machte seinen Patzer wieder gut, als er sich im Eins-gegen-eins mit Jakob Thum durchsetzte (61.).
„Eine Aktion, die einfach nicht passieren darf“, kommentierte Fetzer die Zeitstrafe gegen Giertzsch, der einen falschen Einwurf abgepfiffen bekam und gefrustet den Ball wegschlug. Folgerichtig laut Regelwerk führte das zu einer zehnminütigen Zeitstrafe und somit zur vorübergehenden Unterzahl seiner Mannschaft (65.). Dennoch hatte Tobiuas Riemer den Anschluss auf dem Fuß, sein Freistoß aus 25 Metern landete aber wieder nur am Aluminium (71.). Wieder vollzählig, war es dann Björn Czaja, der das Gehäuse der Gastgeber nur haarscharf verfehlte (77.).
Mit je einem Mann weniger beendeten beide Mannschaften das Spiel, weil Murat Mumin nach einem Foul an ihm mit seinem Gegenspieler Handgreiflichkeiten und Beleidigungen austauschte. Braun duldete das nicht und schickte den Schifferstadter sowie den Seebacher Bruno Oliveira Ribeiro mit glatt Rot vom Platz (87.)
Schifferstadt belonhte sich auf dem nun übersichtlicheren Spielfeld zu spät. Folz hatte hierbei wieder den Assist geliefert, von der Grundlinie auf Matthias Hermann zurückgelegt, das hoch ins Eck zum 2:1 traf (90.+2). „Bei zwei bis drei Spielern kam heute einfach zu wenig“, bedauerte Fetzer.
von Mathias Meyer
freier Journalist Landau
SCHIFFERSTADT, 02.08.2026
Der DJK-SV Phönix Schifferstadt ist gut in der Fußball-Bezirksliga angekommen. Gegen den SV Erlenbach siegte die Elf von Coach Rene Schwall mit 3:0 (0:0). Zudem zog Phönix ein attraktives Los für die nächste Verbandspokalrunde.
Vom Start weg agierte Phönix feldüberlegen gegen seinen Gast aus der Südpfalz, der sich auf die Defensivarbeit beschränkte und ausschließlich über Konter gefährlich wurde. Allerdings waren die Gäste auch mit einem sehr ersatzgeschwächten Kader angereist.
Unter diesen Vorzeichen hätte es bereits nach zwei Minuten 1:0 stehen müssen. Nach Vorarbeit von Murat Mumin und anschließender Flanke von Aleksandar Gajic stand Fabio Krämer sechs Meter vor dem Tor, schoss das Leder aber an die Latte. Auf der anderen Seite scheiterte Ferhat Soylu nach einem Ballgewinn im Abschluss knapp (10.). Zwei Minuten später hatte er aus halbrechter Position erneut die Gelegenheit zum Torerfolg, scheiterte diesmal aber an Phönix-Torwart Kevin Schuster.
Danach ließen die Gastgeber weitere Möglichkeiten aus: Rechtsverteidiger Marvin Folz versuchte es aus 20 Metern, Philipp Staudinger im Erlenbacher Kasten klärte aber zur Ecke (16.). Nach einer Flanke von Felix Kuhn auf Folz brachte dieser keinen Druck hinter den Ball, Staudinger hatte so keine Mühe, den Einschlag zu verhindern (22.).
Dann durfte sich auch Schuster wieder strecken: Eine Ecke von Robert-Florin Balasa drehte sich direkt in Richtung langer Torwinkel, mit Mühe verhinderte der Keeper ein Tor des Monats (30.). Und Kingsley Nuro fand auf der anderen Seite seinen Meister wieder in Staudinger, als er aus zehn Metern den Abschluss suchte. Sein Teamkollege Burak Tuna hingegen scheiterte nach Vorarbeit von Mumin aus 18 Metern am Pfosten (40.). "Wir hatten eigentlich im Mittelfeld alles im Griff. Mumin und Tuna haben das sehr gut gemacht. Dafür wollten wir sie auch unbedingt", sagte Phönix-Vorsitzender Thomas Fetzer in seinem Pausenfazit: "Allerdings hat uns die Effizienz gefehlt."
Auch nach dem Seitenwechsel vergab Phönix vor 130 Zuschauern wieder zwei Chancen. Tunas Freistoß wurde von Staudinger entschärft (50.), Nuro verfehlte das Ziel aus spitzem Winkel (56.). Beinahe hätte das Spiel dann eine andere Wendung bekommen, denn der SVE kam zu zwei sehr guten Einschussgelegenheiten. Bei der ersten rettete Schuster im Eins-gegen-eins gegen den frei auf ihn zueilenden Luca Weigenand (60.), dann köpfte Julian Kipper an den Pfosten (67.).
Gegen in der Folge aber nachlassende Gäste setzte Tobias Riemer den Wirkungstreffer. Eingeleitet wurde diese Führung durch einen schönen Seitenwechsel per Freistoß von Folz. Die anschließende Flanke erreichte am langen Pfosten Riemer, der nur noch einschieben musste (75.). Nun war der Bann gebrochen.
Nur zwei Minuten später eroberte sich Luis Giertzsch den Ball der Erlenbacher in deren Spielaufbau, lief so frei auf Staudinger zu und überwand diesen mit etwas Fortune zum 2:0. Als auch noch der Erlenbacher Scozia nach einer Ecke den Ball von Tuna im Stile eines Torwarts mit der Hand verteidigte, ließ Riemer Staudinger beim fälligen Strafstoß in die falsche Ecke springen und verwandelte diese zum 3:0 (82.). Damit war die Messe gelesen.
"Es war ein Arbeitssieg ohne zu glänzen", befand Fetzer, der aber das Positive hervorhob: "Das nimmt Druck von der Mannschaft und hebt die Stimmung." Zudem erinnerte er daran, dass mit Urlauber Milos Pitulic und dem noch verletzten Cedrik Rodach zwei wichtige Akteure fehlten, die in nächster Zeit auf dem Feld zurückerwartet werden.
In der nächsten Pokalrunde geht es am Mittwoch in einer Woche gegen den Verbandsligisten SV Viktoria Herxheim. Fetzer meinte dazu: "Wir hätten uns ein anderes Los gewünscht, da Herxheim ein sehr schwerer Gegner ist. Es wird darauf ankommen, wie ernst uns der Gegner nimmt und wie wir unsere maximale Leistung auf den Platz bringen können."